Fred saß auf dem Dachfirst und montierte die Satellitenschüssel; er war fast fertig. Er wusste sofort, was falsch war, als er dieses knackende Geräusch hörte, während er die Schraube nur noch ein kleines Stück fester anziehen wollte.
Der Halter brach, die schwere Schüssel kippte aufs Dach und rauschte talwärts. Das Dachfenster war gekippt, konnte die Schüssel nicht aufhalten und zerbrach. Auch die Solarpaneele hielten sie nicht auf; zwei von ihnen gaben knirschend nach, und die Schüssel rauschte weiter Richtung Dachrinne. Zuerst dachte ich, sie bliebe dort hängen, aber dann kippte sie ganz langsam über die Kante.
Der Wintergarten war erst vor zwei Jahren installiert worden und war eigentlich unser ganzer Stolz. Die Schüssel brach mit einem lauten Knall durch das Dachglas.
Als wären die vielen Scherben nicht genug gewesen, stürzte die Schüssel anschließend auf den Glastisch.
Meine Frau kam schreiend aus der Küche gerannt und sah die Satellitenschüssel auf dem Scherbenhaufen liegen. Gott sei Dank – nicht ihr Mann Fred. Durch das Glasloch konnte sie oben auf dem First Fred sitzen sehen, der sein Gesicht in den Händen vergrub.
Der Versicherungsvertreter staunte nicht schlecht. Er blickte auf den Scherbenhaufen. „Sie wollten lediglich eine Satellitenantenne montieren?“, fragte er ungläubig.
Er musste zwar verschiedene Versicherungen bemühen – Glasbruch, Hausrat etc. – doch mit etwas Kulanz konnte der größte Teil des Schadens ersetzt werden.
Nun war alles wieder repariert, und es musste nur noch die neue Satellitenschüssel aufs Dach gehoben und montiert werden – diesmal von einem Fachbetrieb aus dem Nachbarort. Sie hatten sogar einen kleinen Kranausleger, um die Schüssel hochzuheben.
In all den Jahren war dem Handwerker so etwas noch nie passiert. Er hatte nur die Schraube ein kleines bisschen fester anziehen wollen, als er das knackende Geräusch hörte.
Im selben Moment wusste er genau, was er falsch gemacht hatte.