Augenblicke

Augenblicke

Auserwählt
an’s Ziel gequält
Hauptgewinn
Ball ist drin
bestanden, ohne Trick

Glücklicher
Augenblick

An mich gedrückt
verliebt, verrückt,
streichelnde Hand
der Haare Duft, so bekannt
sanfter Kuss im Genick

Liebevoller
Augenblick

Für den einen, das Kotelett
für den Anderen, Café im Bett
Ein Dinner für zwei bei Kerzenlicht
Sonntagsbraten, mein Leibgericht
Sahnetorte dick

Genussvoller
Augenblick.

Wenn eine Liebe die Erde verlässt
Wenn man dich alleine lässt
Wenn das Weh dich fast erdrückt
Wenn das Dunkel Licht erstickt
Verlorenes Glück

Trauriger
Augenblick

Tastender Griff, suchender Blick,
klettere erschöpft das letzte Stück.
Plötzlich erwächst im Abendlicht
Zinnen, Zacken, dicht an dicht
Berge allmächtig

Ich werd verrückt,
Wahnsinnsblick

Gipfelbuch

Gipfelbuch

Am höchsten Ort der Welt
direkt unter dem Himmelszelt
für jeden Bergsteigerbesuch
liegt das Gipfelbuch.

Berichtet mit zittrigem Wort
Von Glückseligkeit an diesem Ort
Vom Wagemut in steiler Wand
Von Vertrauen zur sichernden Hand
von Seilschaften im Abendlicht
Von den Ängsten erzählt es nicht.

Langsamkeit

Langsamkeit

Bleib stehen
verweile
verharre
sei bereit
für die Langsamkeit.

Der andere Blick
im neuen Licht
das „Umdichrum“
zu dir spricht.

Dann kommt er schon,
der Langsamkeit Lohn.

Wenn sich Wunder zeigen.

Von der inneren Ruhe
ganz zu schweigen.

Urlaub

Das braucht seine Zeit,
bis dass der Tag den Rhythmus lernt,
den neuen Takt der Muße.

Das braucht seine Zeit,
bis Alltagssorgen Ruhe geben,
die Seele frei beginnt zu schweben.

Das braucht seine Zeit,
bis dass der freie Blick dich lenkt,
der Tag dir Gleichmaß schenkt.

Jetzt ist die Zeit,
schmecke die Luft, spüre den Wind,
fühle dich wie ein seliges Kind.

Der Wolf von Wölfersheim

Der Wolf von Wölfersheim

….Montag, 12.3.2009,
in der Wetterau wurde ein Wolf gesichtet.
….Dienstag, 15.5.2012
neue Studien belegen, der Wolf ist zurück.
….Mittwoch, 25.9,2014
erneute Wolfssichtung nähe Wölfersheim.
….Freitag, 28.5.2015
ist der böse Wolf wieder unterwegs, wie zu Brüder Grimms Zeiten.
….Sonntag,12.7.2015
im Wald von Wölfersheim wurde ein Körbchen mit einer zerbrochenen
Flasche Rotwein und ein rotes Käppchen gefunden.

Die Liebe geht durch den Garten

Die Liebe geht durch den Garten

Mein Schatz, meine Rose,
du liebst mich nicht mehr.
Ich spüre ganz deutlich,
da ist noch wer.

Ihr Blick fängt mich liebevoll ein,
„All meine Gedanken, Liebster,
sind bei dir allein.“

Und im Glanz ihrer Pupillen
 da kann ich’s sehn,

sie sieht hinten im Garten

Bobby James steh’n.

Alfred Carrie dort, neben Amadeus steht
und Leonardo da Vinci, im selben Beet.

Und nicht die letzte im Bunde,
Ghislaine de Feligonde

All die Rambler und Raubritter
haben ihr Herz betört.

Jeden Tag ein Rendezvous.
Jeden Tag ein Date.

Sie nimmt ihre Rosenschere,
…und geht.

Vierblättriges Kleeblatt

Vierblättriges Kleeblatt

Man findet ein vierblättriges Kleeblatt nur, wenn man danach sucht.

Und wenn man es gefunden hat, muss man es behüten.

Es zwischen den schönsten Buchseiten des Lebens aufbewahren.

Auch wenn es unansehnlich, alt und welk geworden ist,

so bleibt es doch, ein vierblättriges Kleeblatt.

Anna Lena

Anna Lena

Im Kopf stapeln sich die Termine,
immer in Eile.
Zeit für Hektik,
keine für Weile.
Zeit für Dich,
keine für mich.
Zeit für Tun,
keine zum Ruh’n.

Bin spät dran
Treppe runter,
Tür schlägt auf,
hab’s noch weit,
schneller, lauf,
weiter, weiter,
keine Zeit.

Renn die Strecke
durch den Park,
biege um die Ecke.

Dann der Sturz mit Überschlag,
Schmerz mit Wut gepaart.

Rappel mich auf
sortiere die Glieder,
finde mich
vor einer Parkbank wieder.

Auf der Bank da sitzt er.
Beine lang gereckt,
die mich wohl hingestreckt.

Das Gesicht zur Sonne gewandt,
zufrieden, genüsslich, völlig entspannt.
Blickt auf mich lächelnd herab,
hab ihn nicht gekannt.

Da stellt er sich vor:
„Gestatten,
werde Müßiggang genannt.“

Lieben Gruß

Die Zeit ist schrill und laut
und man muss sich stets beeilen.

Ich wüsche dir den Sinn zum Verweilen.

Gestern war Stress
und hab ich morgen noch freut?

Ich wünsch dir zu leben, im jetzt und heut.

Und ist die Welt mal unfair
und eklig zu dir?

Dann gibt’s da noch Papa,
ratzfatz ist er hier!

Glücklichsein

Kein Frust,
sondern Lebenslust.

Kein Schmerz,
sondern gesunde Seele,
gesundes Herz.

Keine Einsamkeit,
sondern Menschen mit viel Zeit.

Kein schlechtes Gewissen,
sondern Mut zum Kämpfen,
ganz verbissen.

Von Zeit zu Zeit,
Hemmungslosigkeit.

Reisen

Ach wie schön wär’s doch,
könnte man verreisen.
Raus aus dem Alltagsloch.
Das Leben rockt,
ungeduldig die Ferne lockt.

Nun bin ich fort, auf großer Fahrt.
Rastlos, weiter, weiter.
Endlich in der Fremde sein.
Ach, wie schön wär’s jetzt,
wieder daheim.

Ich weiß, ich weiß.
Kaum bin ich im Heimatort,
zieht’s mich wieder fort.

RATATOUILLE mit SCHAFKÄSE

RATATOUILLE mit SCHAFKÄSE

entführt in die Provence……

Für 4 Personen – Zubereitung ca. 40 Min.

1/2 Bund glatte Petersilie
1/2 Bund Basilikum
2 Knoblauchzehen
2 Zwiebeln – 1 EL Butter
100ml Olivenöl – Salz – Pfeffer
3TL getr. Kräuter der Provence – 1TL getr. Oregano
1 rote Paprika – 1 Zucchini – 1 KL Aubergine
1 Packung passierte Tomaten (425 g)
150 ml Rotwein – 1 TL gekörnte Gemüsebrühe
1 TL Honig – 10 Kirschtomaten
15 schwarze Oliven ohne Stein
100 g fester Schafskäse (Feta)
einige Basilikumblätter zum Dekorieren

Zubereitung

1. Die Petersilie und das Basilikum waschen und trocken
schütteln und abzupfen. Den Knoblauch schälen
mit den frischen Kräutern fein hacken und mit
100ml Olivenöl 1 1/2 TL Salz, 1/2 TL Pfeffer, 1 TL
Kräuter der Provence und dem Oregano verquirlen.

2. Ofen auf 200′ (Umluft 180′) vorheizen. Paprika, Zucchini und
Aubergine waschen, putzen und mundgerecht schneiden.
Mit dem Kräuteröl mischen und auf einem Blech
im heißen Ofen (Mitte) ca. 10 Min. backen.

3. Zwiebel schälen, fein hacken und in 1 EL Olivenöl und der Butter
mit 2 EL Kräuter der Provence glasig braten.
Passierte Tomaten, Rotwein, Brühe, 1 TL Salz und Honig dazugeben.
Aufkochen, ca. 5 Min. köcheln lassen.

4. Die Tomaten waschen und halbieren. Mit dem gebackenen
Gemüse und den Oliven in den Topf geben. Ca. 5 Min. ziehen
lassen. Den Schafkäse klein würfeln. Die Ratatouille mit Käse
bestreuen und mit Basilikumsblätter dekorieren

Der Riese von Hartmannshain.

Der Riese von Hartmannshain.

Ich Ungetüm.
Wahrlich; ich bin kein Zwerg.

Dreh mich ganz ungestüm,
hier am Vogelsberg.

Oder gar, Wetterau?
Ich weiß es nicht genau.

Mit den Armen rudernd,
wild und beherzt,
bis mir die Nabe schmerzt.
Verscheuch ich Hex und Specht.
Ach, vom vielen Dreh,
ist mir schon ganz schlecht.

Dreh mich trotzdem,Tag und Nacht
und bei jeder Böe.

Surrend halte ich die Wacht,
hier, auf der Hartmannshainer Höh.

Wenn ich mal groß bin……

Wenn ich mal groß bin dann kauf ich ne Leiter
so eine Große, auf einem Wagen,
da kommt man hoch und noch viel weiter
zum Kirschenklau in Nachbars Garten.

Wenn ich mal groß bin dann bau ich Maschinen
die laufen und rattern und werden ganz heiß,
die matschen und vermanschen auch Apfelsinen,
werden ganz kalt und machen dann Eis.

Wenn ich mal groß bin dann Liebe ich auch,
will schmusen, knuddeln und streicheln den Bauch,
für jemanden Schatz sein, tue‘ ich kund.
Ach, ich wünsch mir so sehr einen Hund.

Wenn ich mal groß bin dann werde ich berühmt,
werde mächtig und auch wichtig,
einen größeren wie mich, fällt mir nicht ein,
ja, will genau so berühmt
wie Benjamin Blümchen sein.

Wenn ich mal groß bin dann werde ich König,
was andere wollen interessiert mich dann wenig.
In meinem Reich wird Quatsch belohnt
und man in einem Baumhaus wohnt.
Vor allen Dingen, freue ich mich schon,
auf die Kron.

Herzensangelegenheit

Mein Herz von Geburt an schafft,
pumpt Lebenssaft mit aller Kraft.

Mein Herz sprach:
„Hast du mal Zeit?“

Zum Verweilen war ich nicht bereit.

Ich Ignorant.
Herzenssache – unbekannt.

Mein Herz fand das: „unerhört!“
und schaltete auf „Gestört“

Mit dem OP-Besteck,
wurde geflickt das Leck.

Nun hab ich mein Herz verschenkt,
mein Schatz
jetzt meine Herzenssache lenkt.

Ich brauch dich ja so………

Ich brauch dich,
so oft und fast immer,
brauch dich ganz still.
Und zum draufhalten brauche ich deinen Finger,
wenn eine Schleife gebunden werden will.

Und wenn ich Bilder aufhängen muss,
dann brauch ich dich bis zum Schluss,
zum halten und gucken ob alles grad
und ich brauch deine Meinung und deinen Rat.

Und findest du die neue Hose schick?
Und wenn ich vom Frisör wieder zurück,
dann brauch ich deinen urteilenden Blick.

Ich brauch dich zum Verwöhnen,
brauch dich zum Versöhnen,
brauch dich zum Bekochen
und brauch dein Lob ausgesprochen.

Ich brauche dich halt
und wenn du nicht da bist,
dann brauche ich dich bald.

Ich brauch dich auch zum Küssen
und zum in die Arme nehmen müssen,
brauch ich dich auch.

Ich brauche dich halt,
ist nicht übertrieben.
Weil wir uns lieben.

Wie meine drei Koi zu mir fanden

Wie meine drei Koi zu mir fanden

Einst drei Koi in Japan lebten
die in die Ferne strebten.
Sie hörten bunte Geschichten
die von fernen Welten berichten,
großes Wasser, mit fremdem Getier.
Die drei Koi sahen sich um im Revier
und beschlossen, wir bleiben nicht länger hier.

Sie schwammen auf Reise,
mit wenig Gepäck.
Hauptsache weg.

Sie verließen den Hafen von Tokio,
schwammen hinaus aufs offene Meer,
schwammen im Ozean,
die Vielfalt der Fische wunderte sie sehr.

Da waren Kraken, Quallen und gesprenkelt Bunte,
und Kugelfisch, ganz Runde.
Und da der Hai, mit seinen Zähnen,
auch den Rochen muss man erwähnen.

Sie schwammen nach Indien und Afrika,
sie schwammen nach hier und schwammen nach da,
sie schwammen zur Südsee, mit ihren Korallen.
Auch in Island hat’s ihnen gefallen,
besonders der Sturz aus luftiger Höh,
mit dem Wasserfall in die schäumende See.

Sie sprangen mit Walen und Delfinen,
schwammen in schwärmen mit Sardinen.
Des wandern’s müde merkten sie bald,
in der Arktis war’s Ihnen zu kalt,
zu gefährlich im tropische Regenwald.

Wo nun bleiben, wo lässt sich’s gut Leben?
hatten schon viel gesehen, ja genau.
So kamen sie zu mir, mal eben,
in meinen Teich, in die Wetterau.