Krauttopf

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Hackpudding

Bei einer Aufräumaktion im Keller ist mir eine alte Puddingform in die Hände gefallen.
Ich erinnerte mich an ein altes Krauttopf Gericht meiner Mutter, das ich als Kind allerdings nicht sehr mochte,
ich aber heute mit Begeisterung nachgekocht habe.

Das Sardellenfilets hat dem Hackfleisch eine sehr pikante, feine leckere Note gegeben. Und die Lage roter Paprika lassen das „Krauttortenstück“ schön aussehen.
1/2 Wirsingkohl (600g),
600g gemischtes Hackfleisch, weißer Pfeffer,
Wasser, Salz, Butter, oder Margarine,
Edelsüßpaprika, gemahlener Kümmel,
1 Brötchen altbacken,
1 Zwiebel fein gehackt,
3 Sardellenfilets,
1 rote Paprika,
1/2 Bund Petersilie.

Wirsingkohlblätter in gesalzenem Wasser 5 Minuten kochen lassen, abtropfen und die dicken Rippen herausschneiden. Eine Puddingform einfetten. Die Form mit Kohlblätter auslegen. Restliche Blätter hacken.
Für die Fleischfüllung Hackfleisch, Gewürze und gehackte Sardellenfilets mischen. Pikant abschmecken. Rote Paprika putzen und in Streifen schneiden.
Fleischteig, gehackte Kohlblätter, Petersilie, und die Paprikastreifen abwechselnd einschichten. Mit der Fleischfüllung abschließen.
Kohlblätter darüber legen. Die Puddingform verschließen und in’s Wasserbad stellen. Darin 80 Minuten kochen lassen.
Herausnehmen, stürzen und aufschneiden.

Die letzte Reise

 

Jetzt wo es endlich soweit ist und
sie die Reise antritt, ist sie ganz ruhig und gefasst.

Sogar etwas freudig, denn sie fährt
ja ihrem Mann Toni entgegen.

Angst hat sie schon lange nicht mehr,
zumindest seit Toni vorausgefahren ist.

Sie hat nichts mitgenommen, sie braucht nichts,
denn sie wird alles wie gewohnt vorfinden.
Toni wird es, wie so immer, gerichtet haben.

Es ist eine kurze Reise, nur ein Bruchteil einer Sekunde
und doch ist es so weit in die Parallelwelt.

Wie in einem Traum kommt ihr Toni entgegen, unversehrt,
und nimmt sie freudig in die Arme.

Nur gut das es hier keine Zeit gibt.
Und es wird ein ewiges lachen,
singen und tanzen geben.

Projekt „Ananas“

Das „Projekt Frosch“ hat mir Spaß gemacht und ich habe Lust aufs weiterschnitzen bekommen. Im Garten lag noch ein Birkenstamm. Daraus wollte ich einen Tannenzapfen schnitzen. Ein Muster fand ich aus Terracotta.

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Bewaffnet mit Stemmeisen und Holzhammer ging ich ans Werk.

 

 

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Eine liebe Verwandte stellte fest, mein Zapfen sieht eher aus wie eine Ananas.

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Kuschelmulde

 

In meinen Armen,
an mich gepresst,
was ich liebe halt ich fest.
Haut an Haut, Schmusestunde,
versunken, in der Kuschelmulde.
Füße füßeln, küssen sich.
Hände streicheln, fühlen dich.
Gefühle warm wie Bernstein,
dein Schatz, den will ich gern sein.

Zwillinge

Zwillinge

 

Eins und noch eins das sind zwei,
eins ist satt und eins will Brei,
eins schläft sanft,
und eins hält Wache,
man spürt es gleich,
ist abgemachte Sache.

Eins ist nass und eins ist trocken,
eins ist brav und eins will bocken,
eins ist süß das andere auch,
kamen ja schließlich aus’m selben Bauch.

Wir sind noch klein,
die Gaffer sind groß,
schneiden Grimassen,
was haben die bloß?
„Ja wo sind denn die Süßen“ blubbern sie dann
und lächeln uns an,
und da-da-da und du-du-du
mein Schnuckelchen,
was süße Schuh!

Wir sind uns einig,
Papperlapapp.
Haben alle im Griff,
halten alle auf Trab.

Trauer

 

Der letzte Tag

Es gibt einen letzten Tag in jedem Leben,
dem keine Nacht mehr folgt.

An diesem Tag gibt man
sein Tagebuch in Gottes Hände.

Und er lächelt bei jedem Eintrag
über Lachen, Freude und glücklich sein.

Über Tage der Liebe und Umarmung
und allem Respekt vor dem Leben.

Er verneigt sich vor dir
und nimmt dich auf.

Projekt „Frosch“

 

Bei einem Stadtbummel in Büdingen

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ist mir in der Vorderstadt

im Blumenladen „Stil und Blüten“

eine Froschskulptur aufgefallen.

 

 

 

 

Der Frosch hat mir so gut gefallen, dass die Idee gereift ist,

ihn nachzuschnitzen.

Nach weiteren Wochen ist mir im Garten, beim Anblick des Hackklotzes,

das Froschprojekt wieder eingefallen.

In diesem Hackklotz ruhte „mein Frosch“.

Ausgerüstet mit Kettensäge, Stemmeisen und Holzhammer habe ich

den Frosch, im Hackklotz, befreit.

 

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Mit weiser Farbe, Feile

und Schmiergelpapier

wurde er patiniert.

 

 

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Der Schrank

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Ich bau  ’nen Schrank, das muss sein,
da gibt’s nichts passendes zu kaufen,
die sind zu groß oder zu klein,
bin schon weit gelaufen.

Ein Schrank aus Holz, das kann ich gut,
ich bin ein kleiner Schreiner,
in den Adern Bastlerblut,
wie ich, das kann sonst keiner.

Markiert, gemessen, abgesägt,
gebohrt, gehobelt, abgeschrägt,
geht mir alles leicht von der Hand,
bin als Macher weit bekannt.

Gerichtet sind nun alle Teile,
Schraubzwing, Bretter und die Feile,
Kleber, Lack und Wasserwaage,
so gut klappt’s nicht alle Tage.
Nur keine Eile, konzentrieren,
heiße Phase, das Montieren!

Leim auftragen, jetzt verbinden,
es sieht gut aus, Lob wird mir winken.
Aufgespannt und fest gezwingt,
alles im Winkel, ganz bestimmt,
Waage dran und Lot.
Welch ein Schreck!
Alles schief und alles schepp,

Rettung tut jetzt not.

Drücken, fügen, was mach ich bloß?
Passt nicht, sitzt nicht, was ist los?
Schieben, richten, noch ein Stück,
wieder lösen, und zurück,
Zwingen klemmen, Leim verbindet,
muss es lösen, sich verwindet,
mit Hammerschlägen jetzt beheben,
schlage hier, hämmre da, schlage auch daneben….

Welch ein Krachen, welch Radau!

Trümmer überall,
wohin ich schau!
Der Daumennagel blau.

Was ich seh ist allerhand,
lehne schwitzend an die Wand,
es zittern meine Hände,

da fällt mir ein, es ist bekannt,
IKEA hat auch schöne Schränke.

Das Jahr geht zu Ende

Jahresabschluss

Der Zug des Lebens hat das Jahr fast durchfahren,
immer schneller,
kommt’s einem vor,
stampft er unter Volldampf durch die Zeit.

Wir haben oft gelacht und manchmal geweint.
Wir haben so manches geplant, wieder verworfen,
aber vieles ist uns gelungen.

Haben Worte der Liebe gefunden, hoffentlich
Unsere Hände haben gestreichelt und getröstet, hoffentlich.

Haben die Sonne in fernen Ländern gesehen,
sind netten, wertvollen Menschen begegnet,
und doch ist der Sonnenuntergang daheim am schönsten.

Manchmal hat uns das Leben erschreckt,
manchmal der Rücken geschmerzt,
und dann im Glück, haben wir manchmal nicht hingeschaut.

Für’s nächste Jahr wünschen wir euch,
dass Körper und Seele nicht zu kurz kommen.

Hochzeit

Annemarie und Dieter

Der 15. April
heut ist es soweit
für „Ja ich will“
will nach dir gucken
will dich mal drucken
auch mal küssen
auch mal schubsen müssen
will dir gut sein
will auf der hut sein
will es pflegen, will es hüten
unsre Liebesmühen
wie’s immer so war
hab dich so gern
ja, ich lieb dich sogar

Heiraten

Heiraten

Die Auswahl ist groß
wen nehme ich bloß?
Nehm‘ ich den Großen?
Nehm‘ ich den Kleinen?

Das sieht nichts aus
mit den kurzen Beinen.
Oder den, mit dem schnellen Wagen?
Könnt ja mal fragen,
soll ich es wagen?

Oder den da drüben,
mit dem schicken Dress
bewegt sich so vornehm,
so Noblesse.
Aber würde der
bügeln, waschen, kochen?
Oder käme er da
winselnd angekrochen.

Und Kuscheln, Sex und Liebesstunden
geht auch nicht gut
mit Überrunden.
Tanzen muss er können
und sportlich muss er sein.

Oder lieber doch nicht
die wollen immer rennen
fällt mit gerade ein.

Ich weiß jetzt wen ich nehm‘
es sollte schon praktisch sein,
da ist was dran.

Ich nehm‘ den Gärtner,
guter Mann.

Liebe

Liebe

Die Maus macht’s,
die Laus macht’s,
der Fuchs sagt’s,
die Gans macht’s.
Der Elefant macht’s ganz galant.
Vom Uhu hab ich’s nicht gehört.
Der Frosch sich daran gar nicht stört.
Hugo Schneckerich , jetzt doll gereimt,
macht’s ganz verschleimt.
Ameisen machen’s auch beim schaffen.
Giraffen machen’s nicht,
die gaffen.
Das Nilpferd mit dem dicken Bauch,
wenn es wollte könnt es auch.
Nur einer macht es nicht:
das Steckenpferd,
denn das hat Gicht.

Zugezogen

Hier leb ich jetzt, bin schon grau,
im Haus am Berg, in der Wetterau

Gelb blendet mich der Raps,
Obstgärten rings um mich her,
zeternd zwitschert laut der Spatz,
woanders träumen geht nicht mehr.

Im Paradiese, ja genau
im Haus am Berg, in der Wetterau.

Im Schachbrettmuster biegen sich sanft,
über Hügel, bunte Felder,
der Vulkanexpress seines Weges stampft,
und Nebel streift durch die Wälder.

Hier leb ich jetzt, die Luft ist rau,
im Haus am Berg, in der Wetterau.

Windräder kämpfen mit rauhem Wetter,
im weiten Blick das Auge ruht,
Rast macht man beim Zuckerbäcker,
kleines Glück, hier lebt sich’s gut.

Hier leb ich jetzt, mit meiner Frau,
im Haus am Berg, in der Wetterau.